Bore-out macht genauso fertig wie Burn-Out. Sei es Dir wert, dagegen anzugehen! Die einen jammern über Hektik und Stress, und du sitzt da und fragst dich, wann sich der Minutenzeiger der Uhr endlich auf den nächsten Strich bequemt? Deine Aufgaben – die wenigen – hast Du vor drei Stunden schon erledigt und jetzt wartest du noch drei Stunden bis zum Feierabend. Wie gestern. Und vorgestern. Und letzte Woche. Und seit ziemlich lange schon. „Ausgelangweilt“ nennt man das! Bore-out!

Keine Seltenheit

Bore-out ist keine Einbildung, sondern wie Burn-out eine ernstzunehmende Gefahr für die Gesundheit. Laut Stressreport der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin fühlen sich 13 Prozent aller abhängig Beschäftigten in Deutschland, also alle Nicht-Chefs, fachlich unterfordert. Die Arbeit langweilt, wird nur noch widerwillig gemacht, außerdem extrem langsam.

Es geht abwärts

Kein Wunder, dass auch der Leistungspegel irgendwann wie die Motivation in den Keller rutscht. Im Extremfall soll ein Bore-out gesundheitliche Folgen haben, gilt dann als Stressor, es folgen Kopf- oder Rückenschmerzen, schlechte Laune und Depression, Erschöpfung, Schlafstörungen.

Erfolg beflügelt

Aber träumen wir nicht alle mal von weniger Arbeit? Bedingt, denn gebraucht zu werden und dafür Wertschätzung und Anerkennung zu erhalten scheint auf unserer DNA eingraviert zu sein. Wir wollen einen sinnvollen Beitrag leisten. Ob an der Kasse, auf dem Gabelstapler oder im Büro. Und wenn wir leisten, sind wir erfolgreich – das macht uns stolz und froh. Bleibt das alles aus, dann geht’s schnurstracks Richtung innerer Kündigung. Wäre da nicht die gute Bezahlung und die Sicherheit… und genau deswegen bleiben die meisten in ihrem langweiligen Job.

Aufraffen angesagt

Das muss nicht sein: Sei es Dir wert und pack es an! Auch Du hast es verdient, eine gute Zeit auf der Arbeit zu haben. Vielleicht hat Dein Chef oder Deine Chefin gar nicht gemerkt, wie ungleich die Aufgaben verteilt sind. Fragen hilft. Am besten hast Du schon ein paar Ideen parat, welche Aufgaben Du übernehmen könntest. Das zeigt Initiative! Oder Du sprichst mit dem Betriebsrat. Es gibt immer eine Anlaufstelle im Unternehmen!

Bewegung hilft

Und wenn gar nichts geht: Dann such‘ Dir wirklich einen neuen Job, denn im Zweifel hast Du noch ein paar Jahrzehnte Arbeitsleben vor Dir. Willst Du die so wirklich „absitzen“? Bis Du mit Bewerbungen Erfolg hast, such Dir in Deiner Freizeit neue Herausforderungen, um glücklich und fit im Kopf zu bleiben: ein neuer Sport oder vielleicht doch nochmal eine Sprache lernen; schau Dir das VHS-Programm an. Da findet sich sicher etwas, und wenn es ein Kochkurs ist! Raff Dich auf, das Leben ruft!