Was auf den ersten Blick witzig klingen mag, gehört für viele Beschäftigte zum Berufsalltag: Feuchtarbeit. Das bedeutet: Sie haben ständig Kontakt zu Wasser, müssen ihre Hände oft waschen oder tragen über längere Zeit flüssigkeitsdichte Handschuhe. Das kann die Haut trocken und rissig machen – und eine schlimme Hauterkrankung mit sich bringen.

Wasser trocknet die Haut aus

Skurril, aber wahr: Wasser trocknet die Haut aus. Denn der Kontakt mit Wasser führt dazu, dass die Haut aufquillt und die Feuchtigkeit verdampft. Geschieht dies regelmäßig und über einen längeren Zeitraum, kann das die Hautstruktur ändern und die Barrierefunktion der Haut schädigen. Falsche Hautreinigung verstärkt diesen Effekt. Die Haut ist nicht mehr in der Lage, sich zu regenerieren und wird durchlässiger für Krankheitserreger.

Feuchtarbeit durch Handschuhe

Feuchtarbeit entsteht auch beim Tragen flüssigkeitsdichter Handschuhe: Durch das längere Tragen schwitzt die Haut im Handschuh, es entsteht ein feuchtes Milieu, das dauerhaft die Hautflora zerstören und Hauterkrankungen auslösen kann.

Harmlose Symptome?

Eine Hauterkrankung beginnt meistens mit scheinbar harmlosen Symptomen. Deine Haut

    • wird trocken und rissig.
    • hat gerötete und juckende Stellen.
    • schuppt.

Wenn Du bei der Arbeit regelmäßig Hautkontakt zu Wasser hast oder flüssigkeitsdichte Handschuhe trägst, solltest Du bei diesen Symptomen sofort zum Hautarzt. Denn je früher man eine Hautschädigung erkennt und behandelt, desto besser lässt sie sich heilen – und Du kannst weiter in Deinem Beruf bleiben.

No Go an der Frischetheke: Handschuhe

Der beste Schutz vor Hauterkrankungen ist es natürlich, hautschonende Arbeitsverfahren zu wählen. An Frischetheken im Lebensmittelverkauf ist das relativ einfach möglich: Hautschonend und hygienisch ist die Benutzung von Gabeln und Zangen. Unsere Untersuchungen haben gezeigt: Handschuhe an der Frischetheke sind nicht hygienischer!

Maßnahmen für mehr Hautschutz

Welche Maßnahmen genau im Betrieb zum Schutz der Haut der Beschäftigten notwendig sind, muss der Arbeitgeber in der Gefährdungsbeurteilung festhalten. Neben hautschonenden Arbeitsverfahren können das auch Hautschutzprodukte sein, die der Unternehmer seinen Mitarbeitern zur Verfügung stellt:

    • geeignete Schutzhandschuhe
    • Hautschutzmittel
    • milde Hautreinigungsmittel
    • Hautpflegemittel nach der Arbeit

Alle Maßnahmen können in einem Hautschutzplan einfließen, der zum Beispiel an den Waschplätzen im Betrieb aufgehängt wird. In ihm ist Tabellarisch aufgeführt, welche Hautschutzmittel für welche Tätigkeit in Frage kommen.