Eins vorweg: Die Rollstuhlbasketball-Weltmeisterschaft ist ein Event der Extraklasse! Als zweitgrößtes Event im Behindertensport nach den Paralympics brachte sie rund 600 aktive Nationalspieler aus 28 Teams nach Deutschland. Genauer gesagt nach Hamburg. Zum Auftakt rollten nicht nur alle Spieler aufs Feld, sondern das weltweit erfolgreiche Duo Madcon heizte dem Publikum ein mit Hits wie „Beggin‘“ oder „Don‘t worry“.

Action ab der ersten Sekunde

Und hitzig ging es in der Edel Optics Arena in Wilhelmsburg auch zu – bereits das Auftaktspiel der Herrennationalmannschaft war eine Sensation: 84:40 siegte die deutsche Mannschaft gegen das Team aus Marokko. Die Damen schafften mit 87:24 einen noch höheren Endstand gegen ihre ersten Gegner Algerien. Wer glaubt, dass die Athleten nur so ein bisschen übers Feld rollen und dabei ein paar Körbe werfen, sollte sich dringend ein Spiel ansehen.

Sportliche Multitalente

Taktik, Koordination, Tempo und Ausdauer scheinen die grundsätzlichen Eigenschaften eines Rollstuhl-Basketballers zu sein. Hinzu kommen Kampfgeist und das Talent, einen Rollstuhl so zu lenken, dass Gegner keine Chance mehr haben, vorbeizukommen. Hier krachen Metallrahmen aneinander und der eine oder andere Spieler landet auch schon mal auf dem Rücken.

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Fairness großgeschrieben

Zirkus und Verletzungsdrama wie wir es in anderen Profisportarten bisweilen beobachten, gibt es nicht. Hände in die Höhe und schon kommen andere zur Hilfe, den Sportler wieder auf die Räder zu bringen. So kämpferisch jedes Team um den Titel spielt, so verschworen die Mannschaften gegeneinander sind, so fair und freundlich verhalten sie sich auch. Klar, auch hier wird gefoult – Weltmeisterniveau eben, doch die langen Diskussionen mit den Schiedsrichtern bleiben aus.

Teamwork zählt

Genauso wünscht sich die BGHW einen reibungslosen Heilungsverlauf für jeden Verunfallten, nicht nur für diejenigen, die fortan durchs Leben rollen. Jeder hat Ziele, will Körbe werfen, aber eins ist sicher: die BGHW und ihre Versicherten sind im selben Team.

Partnerschaft mit Hintergrund

Um die Bedeutung von Behindertensport und seine Rolle in der Reha nach einem Arbeitsunfall aufzuzeigen, war die BGHW als Logistik-Partner bei der WM in Hamburg mit am Start. Damit möchte sie Menschen Mut machen, die aufgrund eines schweren Unfalls keine Lebensperspektive mehr sehen. Die BGHW vermittelt bereits in der Klinik Perspektiven für die Teilhabe am Leben – trotz einer Behinderung. Denn Freude, Begeisterung und Mut kennen keine Behinderung. Das glaubwürdig zu vermitteln, ist der Grund für das Engagement der BGHW in Hamburg.